6 Schritte für mehr Selbstbestimmung

von | Okt 7, 2021 | 0 Kommentare

Selbstbestimmt das eigene Leben zu gestalten, ist wohl ein wichtiges Ziel von uns allen. Aber was heißt das überhaupt? Wann fühlen wir uns so? Und wie kommen wir dahin? In dem Artikel möchte ich meine Gedanken dazu mit dir teilen.  

Wir alle kennen es: die gefühlte Fremdbestimmung. Fremdbestimmt von den Umständen im Leben. Fremdbestimmt vom Job. Fremdbestimmt vom Chef. Fremdbestimmt von der ganzen Situation. Fremdbestimmt von vielen To-dos. Fremdbestimmt vom Leben. 

Ich weiß noch genau, dass ich mich oft so gefühlt habe. 

Und ich weiß auch noch genau, dass ich diese Fremdbestimmung erstmal gar nicht in Frage gestellt habe. 

Es war so.

Fast, wie wenn es normal ist, weil unser Alltag voll ist. Weil wir zur Arbeit gehen müssen. Weil wir uns um andere sorgen und da sein wollen. Weil wir das Gefühl haben, wir können es tatsächlich nicht steuern und verändern. 

Fast so, als würden wir die (täglich) wichtige Frage nie stellen: 

Was will ich eigentlich? 

Und vor allem wie komme ich dahin? 

 

Selbstbestimmt leben und handeln bedeutet für mich, täglich zu entscheiden. Darüber zu entscheiden, wer ich sein und was ich machen will. Das wiederum heißt, ich übernehme Verantwortung. Verantwortung dafür, was in meinem Leben passiert. Verantwortung dafür, wie ich mich verhalte. Verantwortung dafür, was ich bewirken will. Verantwortung dafür, wie ich auf die Umstände und Situationen reagiere. 

Verantwortung zu übernehmen, ist nicht immer angenehm. Die gute Nachricht ist, erst dann können wir beginnen, zu bestimmen. Die vielleicht ernüchternde Nachricht ist, dass wir die Verantwortung für alle Dinge übernehmen dürfen und nicht nur für die positiven Ereignisse. Ganz wichtig: Hier geht es nicht um Schuld. Hier geht es „nur“ um den aktiven Prozess, dich mit den Erfahrungen in deinem Leben auseinanderzusetzen. Viel über dich und die Situation zu lernen. Um dadurch in die Veränderung zu kommen. 

 

Als Coach ist es meine zentrale Aufgabe, Menschen dabei zu helfen, mehr in ihre Kraft zu kommen und Schritt für Schritt zu verstehen, wie groß der eigene Einfluss ist. Es ist wirklich ein gutes Gefühl, neue Perspektiven zu entwickeln, andere Wege kennenzulernen und zu erfahren, dass wir mehr Möglichkeiten haben, als im ersten Moment scheint.

Heute möchte ich mit dir 6 Schritte teilen, die mir geholfen haben, mein Leben selbstbestimmt zu gestalten: 

 

1. Dich selbst ernst nehmen.

Klingt komisch. Ich weiß. Aber ist so. Deine Träume, deine Wünsche, deine Vorstellung von deinem Leben sind gut und richtig. Egal, ob das für die anderen passt. Kompromisslos du selbst sein, ist ein wichtiger Schritt. Nur du kannst wissen, welche Ziele du erreichen willst und wie sich das anfühlt.  Entwickle die Klarheit, die du brauchst, damit du entscheiden kannst. Das ist dein Fundament. 

 

 

2. Deine Energie macht den Unterschied. 

Deine mentale und körperliche Energie sind essentiell. Wenn du viel Energie hast, wird es dir leichter fallen, dranzubleiben, umzusetzen und Herausforderungen zu meistern. Energie ist etwas, was du aktiv generieren darfst. Sie ist nicht einfach da. Das war mein absolut wichtigstes Learning aus meiner High Performance Coaching Zertifizierung. Ich habe sehr großen Einfluss auf meine Energie und kann sie erhöhen durch Bewegung und persönliche Weiterentwicklung. Durch weniger grübeln, mehr machen. Durch neue Perspektiven. Durch mehr Klarheit. Durch mehr ich sein. Das übe ich täglich und gehört zu meinen wichtigsten Routinen: Bewegung und persönliche Reflexion. Ohne Ausnahme. Weil ich und meine Klient:innen dadurch wirklich große Fortschritte machen. 

 

3. Der Moment zählt.

Wir alle haben Ziele und das ist gut so. Sie helfen uns, in die richtige Richtung zu gehen. Eine Ausrichtung zu haben, was wir noch erreichen wollen. Was passiert aber, wenn wir nur mehr das Ziel im Kopf haben und nicht mehr den Weg genießen? Nur mehr darauf fokussiert sind, endlich anzukommen? 

Endlich erfolgreich zu sein. Endlich zufrieden. Endlich ein neuer Job. Endlich das Problem gelöst. Endlich stressfreier zu leben.

Wir sind nur mehr mit der Zukunft beschäftigt. Wir werden verkrampft, der Flow ist weg, wir kontrollieren und versuchen es fast zu erzwingen. Das funktioniert nicht. Ich weiß, es ist nicht leicht, den Weg zu gestalten und lernen loszulassen. Es ist allerdings wichtig und dein Weg zum Erfolg. Der Moment zählt. Immer. Nicht morgen oder übermorgen wird es dann gut. HEUTE. Du kreierst heute und täglich ein System, das dich weiterbringt und dann wirst du viel leichter dein Ziel erreichen. Deshalb sind unsere täglichen Routinen so wichtig.

Frag‘ dich selbst:

  • Was mache ich heute nur für mich?
  • Was macht mir Freude und bringt mich dadurch weiter?
  • Was mache ich heute nicht? 

Starte direkt morgens mit Zeit für dich, um mehr und mehr in den Moment zu kommen. Hier findest du eine unkomplizierte Anleitung für eine schöne Morgenroutine.

 

4. Umsetzen und machen.

Nun ja. Selbstbestimmung kommt, wenn wir etwas wagen. Wenn wir uns trauen, ins Ungewisse zu springen, ohne genau zu wissen, was kommt.  Wenn wir unserem Gefühl vertrauen. Wir brauchen den Mut, um in die Veränderung zu kommen. Wenn wir still stehen, grübeln und nichts machen, passiert auch nichts. Dann bleiben wir stehen und die Umstände von außen werden gefühlt immer stärker. 

Das Zitat von Seneca passt einfach so gut: 

 

Das Leben kann, nur rückwärts betrachtet,

verstanden werden,

aber es muss vorwärts gelebt werden.“

– Seneca

Im Nachhinein sind wir immer klüger. Und oft verstehen wir erst dann, warum Dinge so gelaufen sind. Plötzlich machen unsere Erfahrungen und Ereignisse doch Sinn, auch wenn sie negativ waren. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Wenn du freier sein willst in deinem Leben, dann brauchst du deinen Mut. Mut für dein Leben. Mut für dich. Mut auszuprobieren. Alles andere kommt erst danach.

 

5. Geduld. 

Manchmal braucht es Zeit. Es braucht Zeit, bis wir Veränderung spüren und bemerken. Es braucht Geduld und dranbleiben, bis wir neue Routinen aufgebaut haben, die sich dann in unserem Leben bemerkbar machen. Gib’ dir die Zeit und probiere aus, was dich weiterbringt. 

 

6. Routinen.

Tägliche Routinen erleichtern dir dein Leben. Wir sind Gewohnheitstiere. Wir machen täglich, was wir gewohnt sind, zu tun. Wir denken das, was wir gewohnt sind, zu denken. Ja auch mentale Gewohnheiten spielen in unserem Leben eine sehr große Rolle.

Was passiert, wenn du dir neue – für dich gewinnbringende – Gewohnheiten aneignest? Täglich Zeit für dich. Täglich Bewegung. Tägliche Reflexion. Täglich eine kurze Morgenroutine? All’ das wird dir helfen, mehr Energie zu haben und dich besser zu fühlen. Schritt für Schritt holst du dir dadurch mehr Selbstbestimmung in dein Leben, weil du ganz anders in den Tag startest. Raus aus dem täglichen Hamsterrad mit kleinen Schritten. 

Deshalb habe ich den Mindful High Performance Club ins Leben gerufen. Mein wöchentliches, kostenfreies Angebot, zusammen in den Tag zu starten. Mit viel Inspiration, frischer Energie und Gedanken, die ich mit dir teilen will. Komm‘ gerne dazu und melde dich hier an!

 

Fazit:

Selbstbestimmung entsteht, wenn du beginnst, zu bestimmen. 

Wenn du aktiv wirst und keine Ausreden mehr zulässt, dass es nicht möglich ist. Wenn du bewusst Verantwortung übernimmst,  Manchmal brauchen wir Hilfe, manchmal brauchen wir auch einen Spiegel im Außen, was wir selbst nicht sehen. All’ das darf sein. Auch das bestimmst du. Es ist ein wirklich großes Geschenk, zu erfahren, was du alles beeinflussen kannst, wenn du mehr und mehr bei dir bist und dein Leben nach deinen Stärken, Werten und Freuden ausrichtest. 

Melde dich bei mir, wenn ich dich genau dabei unterstützen kann. (1:1 Coaching). Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, was sind deine Gedanken und Erfahrungen zu mehr Selbstbestimmung?